CV - Einblicke in ein Leben
Überblick

Für knapp zwei Jahre war ich dort. Wir haben damals noch am Schreibtisch auf Papier codiert. Dann wurde unser Codeblatt an die Frauen (!) weitergegeben, die diesen Code abgetippt haben. Uns wurden dann die Lochkarten zurückgegeben, zusammen mit dem Ausdruck, wie man auf dem Foto sieht. Diese haben wir dann am Computer eingelesen und getestet. Von der Pike auf! 😉
Dann bekam ich einen Studienplatz für Diplom-Psychologie in Münster. Um diesen Studienplatz rechtzeitig antreten zu können, musste ich bei Nixdorf kündigen. Zum Zeitpunkt der Kündigung war der Studienplatz noch nicht definitiv – hätte das nicht geklappt, dann wäre mein „Plan-B“ gewesen, „Kfz-Mechaniker“ zu lernen. Praktisches Wissen – was ich später oftmals hätte brauchen können…
Aber nun denn – ich bekam den Studienplatz, und ging nach Münster. Freiheit! – und Sommer, nach 4 Jahren im vollklimatisierten Gebäude, wo man beim kurzen Spaziergang in der 30minütigen Mittagspause ‚von der Sommerhitze erschlagen‘ wurde, und wo ich ganzjährig langärmelige Kleidung tragen musste. Ich bin halt eine ‚Frostbeule‘ 😉. Zu der Zeit gab es noch keine „Sommerzeit“. Wir arbeiteten bis 17:00. Die Studentinnen aus dem Freundeskreis hielten sich nachmittags im Freibad auf. Ich konnte frühestens um 17:30 dort sein. Damals bis 17:00 arbeiten wäre nach heutiger Sommerzeit bis 18:00 arbeiten, also 18:30 wäre dann 'Freibadzeit'. Nicht wirklich die Zeit, wo man noch das Freibad besucht…
Das Studieren mit Kind gestaltete sich naturgemäss komplizierter, zumal als „Alleinerziehende“. Ich hatte gerade meine Diplomarbeit angemeldet, da brach finanziell alles zusammen. Gleichzeitig erreichte mich das Angebot, wieder in die IT einzusteigen. Das führte zum Umzug nach Paderborn, wo ich dann die erste Mitarbeiterin der zunächst noch zu gründenden „mk software GmbH“ wurde. Meine Diplomarbeit schrieb ich gleichzeitig – was echt anstrengend war. Zumal es noch nicht die ganzen technischen Möglichkeiten des Internet existierten! Ausserdem gab es eine echt schwierige Kindergartenzeit – ja, es war schon anstrengend. Aber das mit der Diplomarbeit habe ich durchgezogen!
Nach Abschluss der Diplomarbeit hätten die Abschlussprüfungen folgen sollen. Da war bei mir aber zunächst mal „die Luft raus“. Wie auch immer, es kam dann zur ersten Ehe und meinem zweiten Kind, 1989 geboren. 1989/1990 war dann auch die Zeit, die letzte Gelegenheit, wo ich meinen Diplomabschluss ‚nach der alten Prüfungsordnung‘ noch hätte machen können. Das ging ich frohgemut an – war dann allerdings sehr schnell wieder schwanger – was ansich nicht störte – drittes Kind im Sommer 1990 - massiv gestört hat allerdings die „Eheproblematik“, wenn da plötzlich eine oder mehrere weitere Personen ‚im Spiel‘ sind, und dann „ging bei mir erstmal gar nichts mehr“. Und dann war nix mehr mit der alten Prüfungsordnung – und so ist mein Studium bis heute unabgeschlossen geblieben. Leider.
Aber ich wollte ja den IT-Werdegang beschreiben. Im Prinzip war dann also die 'mk software GmbH' mein Arbeitgeber, von Januar 1984 bis zum Mutterschutz 1996 – viertes und letztes Kind – mit kurzen Unterbrechungen. Das hiess dann wieder: viel Cobol, Nixdorf-Basic, ein wenig Assembler, Kundenkontakte in Berlin und Niederaula. War interessant. Und viel tägliche Fahrerei zwischen Lippstadt und Paderborn.
Leider war auch die zweite Ehe – aus ganz anderen Gründen als die erste – nicht von Dauer, so dass ich 1997 dann „alleinerziehend mit 4 Kindern“ war. Nicht günstig. Dennoch wäre im Hinblick auf Erwerbstätigkeit theoretisch auch mehr möglich gewesen, als real dann tatsächlich möglich war – wenn Arbeitsamt, Jugendamt, etc mehr (oder überhaupt) Verständnis gehabt hätten und hilfreich gewesen wären. Was leider nicht der Fall war, trotz der einen oder anderen "gutmeinenden" Person. Aber 'gut gemeint' ist nicht unbedingt 'gut gemacht'. Meine Eltern – ein grosses Lob an dieser Stelle – waren immer da für meine Kinder und für meine Erwerbstätigkeit – so es denn zu dieser kam.
Durch einen guten Bekannten bin ich an die Personenbeförderung gekommen, war es 2015? Oder 2016? Die Tätigkeit war Teilzeit, und hat sich gut verbinden lassen mit dem sich-Kümmern um meine Mutter, gemeinsam mit meiner berufstätigen Schwester. Mein Vater war bereits im April 2004 verstorben, als meine jüngste Tochter gerade eingeschult war, also im ersten Schuljahr war. Meine Mutter verstarb im Mai 2017. Irgendwann bin ich dann durch den gleichen Bekannten zum Taxifahren gekommen. Zu der Zeit benötigte man noch die Ortskundeprüfung – was inzwischen abgeschafft ist. Das Taxifahren war auch als Teilzeit-Tätigkeit geplant, dann wurde es für mich jedoch zur Vollzeit-Beschäftigung, die ich bis Ende September 2021 ausübte. Also bis tief in die Corona-Zeit. Neben Vollzeit-Taxi macht man abends nicht mehr viel IT… das hat mich sehr gestört. Immerhin bin ich in der Zeit mit PowerQuery in Kontakt gekommen, "Power Query M Formula Language". Auch ein faszinierendes Thema…
Ich bin 5 Monate „vor meiner eigentlichen Zeit“ „in Rente gegangen“. Als Rentenbeginn zählt der 01.09.2021. Einen Monat darüber hinaus bin ich Taxi gefahren. Wie sonst hätte man den Monat überwinden können, wo es keinen Lohn mehr gibt, die Rente aber erst am Ende des Monats ausgezahlt wird? Aber was heisst schon „in Rente“? Für mich heisst das eher: mehr Zeit für IT. Und andere Dinge.
KI/AI ist natürlich inzwischen DAS grosse Thema. Ich bin inzwischen aktive chatgpt-Nutzerin. Hinsichtlich n8n habe ich die Community-Edition installiert und damit getestet. Hardwaremässig und finanziell stosse ich jedoch leider auf Grenzen. Ich bin immer „preisbewusst“ (an anderer Stelle würde ich formulieren: „Hartz-4-geschädigt“). Themenmässig bin ich flexibel, oft geht es um Excel oder eben Joomla, wobei diese beiden Worte nur als Oberbegriffe zu verstehen sind, hinter denen sich viele andere Themen verbergen können. Kurz gesagt: ich bin wohl in Rente, aber nicht im Ruhestand.